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lesenExperten analysieren künstlerisch sowie wissenschaftlich den Zustand des Internets und möglicher Alternativen zu den Sozialen Netzwerken am 5. Juni im Schloss Herrenhausen.
Schloss Herrenhausen
Als in den 1990er-Jahren das Internet einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wurde, war damit auch der Grundgedanke verbunden, einen offenen Raum für Wissensaustausch und vernetzte Zusammenarbeit zu schaffen - barrierefrei und inklusiv. Heute beklagen immer mehr Menschen den sprichwörtlichen „Tod des Internets“: polarisierende Algorithmen statt Kommunikation auf Augenhöhe, Echokammern statt grenzenloser Vernetzung, Gewalt, Desinformation und Propaganda, darüber hinaus eine nicht endende Kommerzialisierung. Immer mehr Wissenschaftler warnen zudem vor der destabilisierenden und Demokratie gefährdenden Macht der Plattformen.
Wie können soziale Netzwerke zurückgebracht und ein neues Gleichgewicht zwischen Analogem und Digitalem geschafft werden? Wie kann digitale Vernetzung demokratisch wirken? Wo liegen die Verantwortlichkeiten für eine Neuausrichtung und wie kann die Gesellschaft mitgenommen werden? Antworten auf diese Fragen suchen Experten bei Herrenhausen Extra mit dem Titel "Aufstieg und Fall der Plattformen: Von Ästhetik zu Alternativen" am 5. Juni im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen.
Der niederländische Professor und Künstler Geert Lovink zeigt auf unkonventionelle Art und Weise die gegenwärtige Verfassung des Internets und macht den Wunsch nach Alternativen hör- und sichtbar. Anna-Verena Nosthoff, Professorin an der Universität Oldenburg, vertieft diesen Ansatz im Gespräch.
Performance und Gespräch
Geert Lovink, Ph.D, Gründer Institute of Network Cultures an der Hogeschool van Amsterdam
Prof. Dr. Anna-Verena Nosthoff, Professorin für Ethik der Digitalisierung Carl von Ossietzky Universität Oldenburg