September/Oktober

Eisenhut

Schön, aber giftig: Eisenhut soll die giftigste Pflanze Mitteleuropas  sein.

Eisenhut

Eisenhut

Eisenhut (Aconitum) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Zu seinen wichtigsten Erkennungsmerkmalen zählen seine dunkelblauen bis dunkelvioletten helmförmigen Blüten. Auf ihre Form ist der Name „Eisenhut“ zurückzuführen.

Eisenhut ist vorwiegend in den Alpen und in den Mittelgebirgen Europas zu finden. Im Berggarten kann man ihn in voller Schönheit im Staudengrund, im Paradies und im Pergolagarten bewundern.

Jeder Teil der Pflanze ist giftig, ganz besonders die Wurzelknollen. Trotz der enormen toxischen Wirkung stehen alle Arten unter Naturschutz. Früher traten durch Verwechselung der Knolle mit Sellerie oft schwere Vergiftungserscheinungen auf. Die Giftaufnahme erfolgt über Haut und Schleimhäute. Viele Morde in vergangenen Jahrhunderten sind dem Einsatz von Eisenhut zuzuschreiben.

Einer griechischen Sage nach entspross die Pflanze dem Speichel des Höllenhundes Kerberos, als er am Hügel Akonitos in Pontros von Herakles aus der Unterwelt geholt wurde. Auch wird berichtet, dass Aristoteles durch Aconitum den Tod gefunden habe und dass das Gift der Wurzel bereits bei leichtem Kontakt einen Skorpion töten könnte.

Nordafrikanische Berberstämme setzten Eisenhut noch Mitte des 16. Jahrhunderts als Pfeilgift ein. In der Dichtkunst wurde der Eisenhut zum Inbegriff des Bösen erklärt. So schrieb der Renaissancedichter Pierre de Ronsard: „Die Erde war noch nicht vom Himmel verflucht, ihr Schoß brachte noch keinen Eisenhut hervor.“