Bach, Rameau & Veracini
Exzentrische, stürmische Klänge aus der Barock-Epoche stehen auf dem Programm des Konzerts mit der NDR Radiophilharmonie am 18. Dezember in der Galerie Herrenhausen.
NDR Radiophilharmonie
Was die NDR Radiophilharmonie im ersten Barockkonzert in Herrenhausen unter Leitung des renommierten Dirigenten Enrico Onofri auf die Bühne zaubert, ist spannend vom ersten bis zum letzten Takt: Wilde Tänze, exzentrische Solisten, Sturmchaos und dissonante Töne.
Veracini und Bach
Nach seinem Debüt vor genau einem Jahr steht Enrico Onofri zum zweiten Mal am Pult der NDR Radiophilharmonie. Und gleich zu Beginn zeigt der frühere Konzertmeister von Il Giardino Armonico, wie international die Barockmusik war: Francesco Maria Veracini, geboren in Florenz, wirkte lange in Dresden und widmete seine Ouvertüren dem Kurprinzen Friedrich August - während 100 Kilometer weiter westlich Johann Sebastian Bach in seinen Violinkonzerten italienische Einflüsse verarbeitete.
Rameau und die Bach-Söhne
Eine Generation später wird es dann wild: Wenn in Jean-Philippe Rameaus letzter Oper die Stürme toben, ist die Revolution nicht mehr fern. Auch den Sinfonien der Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel hört man deutlich an, dass gesellschaftliche Umbrüche bevorstehen. Wo bei dem einen ständig Missklänge die Idylle stören, entfacht der andere einen rhythmischen Wirbel, der sofort in die Fußspitzen geht.
Programm
Francesco Maria Veracini
Ouvertüre Nr. 6 g-Moll
Johann Sebastian Bach
Konzert für zwei Violinen, Streicher und B. c.
d-Moll BWV 1043
Jean-Philippe Rameau
Suite aus der Oper "Les Boréades"
Wilhelm Friedemann Bach
Sinfonia F-Dur F. 67
Carl Philipp Emanuel Bach
Sinfonie D-Dur Wq 183/1
Interpreten
Oliver Kipp, Violine
Bartosz Zachlod, Violine
Enrico Onofri, Dirigent
NDR Radiophilharmonie