Wilde Vielfalt im Garten
Die Ausstellung im Berggarten zeigt, wie lebendig unsere Gärten sind - mit vielen Tipps für den eigenen Garten/Balkon.
Wilde Vielfalt
In den Herrenhäuser Gärten ist ab dem 11. Juni die Ausstellung „Wilde Vielfalt im Garten“ zu sehen. Sie zeigt, wie lebendig unsere Gärten sind: Pilze, Moose, Kleinstlebewesen, Insekten und viele andere Tiere besiedeln Parks und Privatgärten. Ihre Lebensräume und ökologischen Beziehungen werden anschaulich vorgestellt.
Die Ausstellung öffnet die Augen für die Biodiversität des Berggartens: Dieser botanische Garten beherbergt nicht nur sorgsam kultivierte Pflanzen zum Anschauen, sondern er ist auch ein wichtiges Refugium der Natur mitten in der Stadt.
Entwickelt hat die Schau der Verband Botanischer Gärten, im Berggarten betreut sie Dr. Boris Schlumpberger, Kurator der Herrenhäuser Gärten. Er bietet auch Führungen sowie einen Vortrag zum Thema „Wilde Vielfalt“ an.
Beim Rundgang durch den Berggarten lassen sich fast alle vorgestellten Lebensräume entdecken, vom Baum über die Hecke bis zum Totholz. Sie sind mit lehrreichen Steckbriefen gekennzeichnet. 15 großformatige Informationstafeln im Subtropenhof sind der Kern der Ausstellung. Sie beantworten Fragen wie „Welche Rolle spielen Pilze, Falter, Wespen und andere im Garten, was sagen uns Flechten, wer wohnt im Inneren der Pflanzen und wie kann ich die wilden Bewohner selbst identifizieren?“ Besucher*innen können nicht nur die lebendige Vielfalt im Berggarten kennenlernen, sondern auch viele Tipps und Ideen für das eigene Biotop im Garten oder auf dem Balkon mit nach Hause nehmen.
Einige Fakten aus der Ausstellung
- Etwa ein Drittel aller wildlebenden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind in Deutschland im Rückgang oder bereits verschwunden.
- Pilze sind weder Tiere noch Pflanzen. Vermutlich existieren weltweit mehrere Millionen Arten.
- Flechten wachsen meist nur wenige Millimeter im Jahr.
- Moose können fast vollständig austrocknen, über 20 Jahre Trockenphase sind belegt.
- Taumelkäfer können mit geteilten Augen gleichzeitig über und unter Wasser Beute erkennen.
- Eine Kohlmeise braucht im Frühjahr über 10.000 Raupen, um ihre Jungen zu ernähren.
- Bis zu 2000 Mücken fängt eine Zwergfledermaus pro Nacht.
- Gefüllte Blüten sind für Bestäuber meist wertlos.
- Der Gefleckte Aronstab erwärmt nachts seinen Blütenstand und lockt so Bestäuber an.
- Die Sal-Weide ist einer der ökologisch wertvollsten heimischen Bäume.
Konzept: www.verband-botanischer-gaerten.de
Rahmenprogramm
Sa. 13.06., 15 Uhr, Berggarten
Kuratorenführung „Der Berggarten als Lebensraum“ mit Dr. Boris Schlumpberger, Rundgang auf den Spuren der „wilden“ Bewohner des Berggartens
Sa. 20.06., 16 Uhr, Berggartenhaus
Vortrag „(Un-)Heimliche Vielfalt in Herrenhausen“, Dr. Boris Schlumpberger stellt die Vielfalt der Gartenbewohner vor
Sa. 22.08., 15 Uhr, Berggarten
Kuratorenführung „Die Lindenallee im Berggarten", Dr. Boris Schlumpberger erläutert die Bedeutung der Lindenallee für den Artenschutz
Dauer: ca. 60 Minuten, Kosten: 5 Euro plus Garteneintritt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.herrenhausen.de, per E-Mail an 46.1@hannover-stadt.de oder telefonisch unter (0511) 168-34000